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Spätdumpingsyndrom

Symptome
Typisch für das Spätdumping sind Übelkeit, Herzrasen, Schwindel, Schwächegefühl, Heißhunger und Kopfschmerzen. Diese Symptome treten beim Spätdampingsyndrom etwa 2-3 Stunden nach dem Essen auf.

 

Ursachen
Die Speisen gelangen nach dem Essen schneller und in größeren Mengen in den nachfolgenden Dünndarm, als es bei einem funktionierenden „Magenpförtner“ der Fall wäre.

Somit wird aus dem Dünndarm proportional mehr Glukose je Zeiteinheit in das Blutsystem aufgenommen. Die Folge ist zunächst ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Dies führt aber im Weiteren zu einer vermehrten Insulinausschüttung durch die Bauchspeicheldrüse. Nach ca. 2-3 Stunden führt diese oft überschießende Insulinfreisetzung zu einem Zustand hypoglykämischer Blutzuckerwerte bzw. zu einem raschen Blutzuckerabfall. Dieser macht sich durch Schwindel, Kreislaufschwäche und Schwitzen bemerkbar.


Therapie
Genau wie beim Frühdumping auch erfolgt die Behandlung diätetisch. Wichtig ist es eine Hypoglykämie zu vermeiden. Zum Beispiel kann ein Stück Traubenzucker eingenommen und im Anschluss daran zur Vermeidung derartiger Probleme eine halbe Scheibe Brot mit Marmelade gegessen werden.

Es ist wichtig, auf Zucker bzw. versteckte Zucker zu achten und auf diese dann auch zu verzichten. Besonders beim Frühstück bzw. auf „nüchternen Magen“ sollte darauf geachtet werden.

Lebensmittel mit einem hohen Zuckergehalt sind vor allem Kuchen, Marmelade, Malzbier, Sirup, Limonaden, Eis, Schokolade usw. Dies ist allerdings nur eine kleine Auswahl an Nahrungsmitteln, die relativ viel Zucker enthalten und bei denen Vorsicht geboten ist.

 

Verfasser:
M.Sc. Rebeca Bruder
Ernährungswissenschaftlerin, St.-Johannes-Hospital Dortmund